Im Bahnhof Stadelhofen müssen sich Pendler oft die Ohren zuhalten Am Stadelhofen kreischt die S-Bahn im Minutentakt

  • Publiziert: 09.04.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Sarah Sidler

ZÜRICH. Das Kreischen einfahrender Züge im Bahnhof Stadelhofen ist kaum auszuhalten. Die SBB versprechen, den Lärm in den Griff zu bekommen.

Pendler kennen es zur Genüge: Fährt im Bahnhof Stadelhofen ein Zug ein, herrscht ohrenbetäubender Lärm. Die Räder quietschen auf den Gleisen in einer Lautstärke von etwa 87 Dezibel – fast so laut wie ein startender Düsenjet.

Dieses «Kurvenkreischen» ist ein altes Problem. Und es nervt. Oft müssen sich Wartende auf den Perrons die Ohren zuhalten. «Wegen dieses Problems haben sich schon mehrere Kunden bei uns beschwert», bestätigt Roman Marti von den SBB. Um den Lärm zu vermindern, haben die SBB letzten November drei Schmieranlagen im Geleisebereich in Betrieb genommen. Diese Schmieranlagen geben einen hauchdünnen Schmierfilm auf die Geleise ab. Bis sich dieser Film aber lärmmindernd auswirkt, müssen ihn die Zugräder erst richtiggehend in die Geleise einarbeiten. «Es wird noch einige Monate dauern, bis ein hörbarer Effekt eintritt» sagt Marti.

Ganz ohne Lärm gehts nicht

Obwohl die Schmieranlagen rund 120000 Franken gekostet haben und 10000 Franken Unterhalt pro Jahr verschlingen, werden diese Investitionen den Lärm nicht vollständig eliminieren können. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Faktoren wie zum Beispiel der Witterungsverhältnisse ist zu komplex.

Gut zu wissen

Beim 1990 fertig gestellten Neubau des Bahnhofs Stadelhofen blieb das 1884 erbaute spätklassizistische Stationsgebäude bestehen. Der in Zürich lebende spanische Architekt Santiago Calatrava hat es in die von ihm aus Beton und Stahl gestaltete Perronüberdachung integriert.

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